Hilfe bei eingewachsenem Zehennagel: Selbsthilfe & Tipps vom Podologen

Leiden Sie unter einem eingewachsenen Zehennagel? Hier erfahren Sie alles über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten sowie 3 einfache Tipps zur Selbsthilfe.

Eingewachsene Zehennägel sind schmerzhaft und können Entzündungen verursachen, wenn der Nagel in die Haut wächst. In diesem Beitrag erfahren Sie die Hauptursachen, typische Symptome und 3 praktische Tipps zur Selbsthilfe, um Beschwerden zu lindern und das Problem zu vermeiden.

Was ist ein eingewachsener Zehennagel?

Ein eingewachsener Zehennagel entsteht, wenn der Nagel seitlich in die Haut wächst. Typische Symptome sind:  

  • Rötung und Schwellung  
  • Druckschmerz beim Gehen  
  • In fortgeschrittenen Fällen Eiterbildung oder Infektionen  

Besonders Risikogruppen sind Diabetiker, Menschen mit Fußdeformitäten oder unzureichender Fußpflege.

Ursachen

1. Falscher Nagelschnitt

Zu tief oder zu häufig geschnittene Nägel führen dazu, dass Ecken entstehen, die in die Haut einwachsen. Auch Kinder sind betroffen, wenn sie selbst an den Zehen pulen.  

2. Enge oder ungeeignete Schuhe

Zu kleine Schuhe, hohe Absätze oder schlecht gedämpfte Sportschuhe erzeugen Druck auf die Zehen, was das Einwachsen begünstigt.  

3. Verletzungen

Stöße, Quetschungen oder Fremdkörper können den Nagel und das umliegende Gewebe reizen und so ein Einwachsen fördern.

Tipp: Auch kleine Ursachen können auf Dauer zu Schmerzen und Entzündungen führen – handeln Sie frühzeitig.

Symptome

  • Schmerzen & Rötung: Häufig das erste Anzeichen  
  • Schwellung: Das umliegende Gewebe reagiert auf Druck  
  • Infektionen: Eiter, Wärme oder Fieber deuten auf eine fortgeschrittene Entzündung hin  

Bei stark entzündeten oder eiternden Nägeln sollte umgehend ein Podologe oder Arzt aufgesucht werden.

Wann wird es gefährlich?

  • Bildung von „wildem Fleisch“ oder stark entzündetem Gewebe  
  • Eiter oder nässende Wunden  
  • Schmerzen, die den Gang stark beeinträchtigen  

Besondere Vorsicht bei Diabetikern: Eingewachsene Nägel können hier schneller zu ernsthaften Komplikationen führen.

Behandlung in der Podologiepraxis

1. Nagel fachgerecht behandeln

Tiefsitzende Nagelspitzen werden entfernt, um Druck und Entzündung zu lindern.  

2. Wundversorgung

Die betroffene Stelle wird steril versorgt, damit die Haut heilen kann und der Nagel nicht erneut einwächst.  

3. Ursachen beheben

Damit der Nagel nicht wieder einwächst:  

  • Nägel nicht zu kurz oder zu häufig schneiden  
  • Keine Selbstversuche im Bad  
  • Zu enge Schuhe vermeiden  
  • Kinder nicht an Zehen pulen lassen  

3 Tipps zur Selbsthilfe

  1. Nicht selbst operieren – Falscher Nagelschnitt verschlimmert das Problem.  
  2. Wunde sauber halten – Sterile Abdeckungen schützen vor Infektionen.  
  3. Hausmittel nutzen – Kernseifenbäder, Jodsalbe oder entzündungshemmende Salben wie Propolis können Linderung bringen.

Zusammenfassung

Ein eingewachsener Zehennagel entsteht durch Nagelschnittfehler, Druck oder Verletzungen. Mit richtiger Fußpflege, passenden Schuhen und frühzeitiger Podologie lassen sich Schmerzen vermeiden und Komplikationen vorbeugen.