Sektorale Heilpraktik Podologie – Spezialisierte Fußbehandlung ohne Arztverordnung
Sektorale Heilpraktik ist eine Zusatzqualifikation für Podologinnen und Podologen, die es uns erlaubt, Ihre Füße unabhängig von ärztlichen Verordnungen zu diagnostizieren und zu behandeln. Das Besondere: Wir können eigenverantwortlich arbeiten und Ihnen schneller helfen – ohne Umweg über den Hausarzt.

Was ist Sektorale Heilpraktik Podologie?
Praktisch bedeutet das für Sie: Sie können direkt zu uns kommen. Keine ärztliche Verordnung nötig. Wir stellen die Diagnose, wir entscheiden die Behandlung, wir betreuen Sie durch den ganzen Prozess. Alles hochfachlich qualifiziert und mit behördlicher Überprüfung abgesichert.
Was können wir als sektoraler Heilpraktiker behandeln?
Mit der sektoralen Heilpraktikererlaubnis behandeln wir medizinische Fußprobleme eigenverantwortlich:
Nagelpilz: Diagnose und spezialisierte Therapie – ob topische Behandlung, Antimykotika oder mechanische Entfernung.
Eingewachsene Zehennägel: Nicht nur oberflächliche Behandlung, sondern spezialisierte Verfahren wie Spangen, Fräsen und regelmäßige Nachbehandlung.
Wunden und Wundheilung: Systematische Behandlung von Fußwunden – wichtig besonders bei Diabetikern oder chronischen Problemen.
Verdickte und verformte Nägel: Durch Alter, Trauma oder Krankheit entstehen oft Nagelprobleme, die spezialistische Behandlung brauchen.
Hornhaut und Hühneraugen: Therapeutische Behandlung, nicht nur kosmetische Pediküre.
Differentialdiagnostik: Wir können feststellen, ob etwas podologisch behandelbar ist oder zum Arzt gehört.
Der Ablauf einer SHP-Behandlung
Schritt 1 – Untersuchung und Diagnose: Sie kommen zu uns mit Ihrem Fußproblem. Wir untersuchen gründlich, führen spezielle Tests durch und stellen eine medizinische Diagnose.
Schritt 2 – Beratung und Therapieplan: Basierend auf unserer Diagnose besprechen wir mit Ihnen: Welche Behandlungsoptionen gibt es? Wie lange dauert es? Was kostet es? Wie können Sie mithelfen?
Schritt 3 – Spezialisierte Behandlung: Je nach Problem nutzen wir verschiedene Techniken – mechanische Verfahren, Spangen, Wundbehandlung, individuelle Therapie. Alles auf Ihr spezielles Problem zugeschnitten.
Schritt 4 – Regelmäßige Kontrolle: Wir sehen Sie in regelmäßigen Abständen, überwachen den Fortschritt und passen die Behandlung an, wenn nötig.
SHP vs. Klassische Podologie – Der Unterschied
| Aspekt | Sektorale Heilpraktik (SHP) | Klassische Podologie |
|---|---|---|
| Arztverordnung nötig? | Nein – direkt zu uns | Ja, vom Arzt erforderlich |
| Wer diagnostiziert? | Wir stellen die Diagnose selbst | Der Arzt stellt die Diagnose |
| Abrechnung | Privatleistung (selbst zahlen) | Krankenkasse (meist) |
| Geschwindigkeit | Schnell – Termin direkt bei uns | Langsamer – erst Arzttermin |
| Spezialisierung | Hochfachlich in Podologie | Standardversorgung |
Wann lohnt sich SHP für Sie?
Sie sollten zu uns für SHP-Leistungen kommen, wenn:
- Sie schnell Hilfe brauchen und keinen Arzttermin abwarten möchten
- Sie spezialisierte Diagnose und Behandlung wollen (nicht nur oberflächliche Pediküre)
- Ein Fußproblem Sie lange beschäftigt und kontinuierliche Betreuung braucht
- Sie Diabetiker sind und spezialisierten Fuß-Check wollen
- Sie bereit sind, die Leistung selbst zu zahlen
Kosten und Abrechnung
SHP-Leistungen sind Privatleistungen – Sie zahlen direkt an uns, nicht über die Krankenkasse. Die genauen Kosten hängen vom Aufwand ab und besprechen wir immer vorab mit Ihnen.
Private Versicherte können die Rechnung bei ihrer Versicherung einreichen – ob und wie viel übernommen wird, klären Sie mit Ihrer Versicherung ab.
Wichtige Grenzen: Was ist NICHT SHP?
- Nur Podologie: Wir behandeln nur Füße – nichts anderes
- Keine Verschreibung von Medikamenten: Nur lokale, freiverkäufliche Mittel
- Keine Operationen: Wenn eine Operation nötig ist, überweisen wir zum Chirurgen
- Arzt-Fälle: Wenn etwas kritisch ist oder außerhalb unserer Kompetenz liegt, schicken wir Sie zum Arzt
Häufige Fragen zu SHP
Ist Sektorale Heilpraktik das gleiche wie allgemeine Heilpraktik? Nein. SHP ist hochspezialisiert nur auf Podologie. Klassische Heilpraktiker dürfen viel breiter tätig sein – das ist ein großer Unterschied.
Muss mein Arzt die SHP-Behandlung genehmigen? Nein. SHP-Leistungen laufen unabhängig von ärztlichen Anordnungen. Allerdings informieren wir Ihren Arzt gerne, wenn Sie das möchten – gute Zusammenarbeit ist wichtig.
Wie lange gibt es Sektorale Heilpraktik Podologie schon? Bundesweit möglich seit August 2024. Die Qualifikation selbst ist älter, aber die rechtliche Klarheit ist neu. Das macht es sicherer und seriöser für Sie.
Ist Sektorale Heilpraktik gefährlicher als klassische Podologie? Nein – im Gegenteil. Die Anforderungen an SHP-Podologen sind höher, nicht niedriger. Wir durchlaufen umfangreiche behördliche Prüfungen und müssen spezialisiertes medizinisches Wissen nachweisen.
Unser Ansatz: Spezialisierung mit Verantwortung
Wir haben die sektorale Heilpraktikerausbildung absolviert, weil wir unsere Patienten besser helfen wollen. Das bedeutet: Spezialisiertes Wissen, eigenverantwortliche Diagnose und Behandlung – und klare Grenzen, wenn etwas außerhalb unserer Kompetenz liegt.
Das ist nicht die „einfachere" Version von Fußbehandlung. Es ist hochfachlich, spezialisiert und verantwortungsvoll.
Termin für Sektorale Heilpraktik Podologie vereinbaren
Wir beraten Sie gerne, ob SHP die richtige Option für Ihr spezielles Fußproblem ist.
