Rissige Fersen: Was wirklich hilft – und wann Sie besser zum Podologen gehen

Rissige Fersen sind weit mehr als ein kosmetisches Problem. Was aussieht wie trockene Haut, kann sich zu schmerzhaften, tiefen Rissen entwickeln – medizinisch Schrunden oder Rhagaden genannt. Im schlimmsten Fall bluten sie, entzünden sich, und selbst das normale Gehen wird zur Qual.

Die gute Nachricht: In den meisten Fällen lässt sich das Problem gut in den Griff bekommen – wenn man weiß, was wirklich hilft und wann Selbstpflege nicht mehr ausreicht. Genau das erklären wir hier.


Was sind Schrunden – und warum entstehen sie?

Schrunden sind spaltförmige Risse in der verhornten Haut, die vor allem an den Fersen auftreten. Die Ferse trägt bei jedem Schritt das gesamte Körpergewicht – kein Wunder, dass sich dort von Natur aus viel Hornhaut bildet. Wenn diese Hornhautschicht zu dick und trocken wird, verliert sie ihre Elastizität. Bei Belastung reißt sie dann auf – wie ausgetrocknetes Leder.

Solche Risse können wenige Millimeter tief sein und nur leicht unangenehm wirken. Sie können aber auch tiefer reichen, bis in lebende Hautschichten – dann schmerzen sie, bluten und sind eine Eintrittspforte für Keime und Pilze.

Typische Auslöser

  • Trockene Haut – die häufigste Ursache. An der Ferse gibt es kaum Talgdrüsen, die Haut kann sich nicht selbst ausreichend mit Feuchtigkeit versorgen.
  • Zu wenig Pflege – wer seine Füße selten eincremt, legt den Grundstein für Schrunden.
  • Falsches Schuhwerk – offene Sandalen, Flip-Flops und Schuhe ohne Fersenkappe lassen die Haut seitlich ausweichen und reißen leichter.
  • Barfußlaufen auf harten Böden (besonders im Sommer) erhöht den mechanischen Druck.
  • Übergewicht verstärkt den Druck auf die Ferse erheblich.
  • Erkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion, Schuppenflechte oder Durchblutungsstörungen begünstigen trockene und rissige Haut.
  • Alter – die Haut produziert mit den Jahren weniger Fett und Kollagen, wird dünner und trocknet schneller aus.

Wann kann ich Schrunden selbst behandeln?

Bei oberflächlichen, nicht entzündeten Rissen können Sie selbst einiges tun. Das Ziel ist immer dasselbe: Feuchtigkeit zurückbringen, Hornhaut reduzieren, neue Risse verhindern.

Was wirklich hilft:

  • Täglich eincremen – konsequent: Cremes mit Urea (Harnstoff) 10–25 % sind das Mittel der Wahl. Urea bindet Feuchtigkeit in der Haut und macht selbst dicke Hornhaut wieder geschmeidig. Morgens und abends auftragen, am besten nach dem Waschen.
  • Abends Socken drüber: Creme einmassieren, Baumwollsocken anziehen, über Nacht einwirken lassen – das ist die effektivste Methode für hartnäckig trockene Fersen.
  • Hornhaut regelmäßig abtragen: Nach einem Fußbad (lauwarmes Wasser, 10 Minuten) ist die Haut aufgeweicht – dann lässt sich Hornhaut mit einem Bimsstein oder einer Feile schonend abtragen. Wichtig: sanft, nicht aggressiv schaben.
  • Offene Schuhe meiden: Bis die Fersen wieder in Ordnung sind, lieber Schuhe mit geschlossener Ferse tragen – das reduziert das seitliche Ausweichen der Haut.
  • Viel trinken: Hydrierung von innen unterstützt die Hautgesundheit.

Was Sie besser lassen:

  • Sekundenkleber ist kein Hausmittel – normaler Kleber ist nicht für die Haut gedacht und kann reizen oder Allergien auslösen. Es gibt speziellen medizinischen Schrunden-Kleber aus der Apotheke, der sicher und hilfreich ist.
  • Schneiden oder Zupfen an Rissen macht die Sache schlimmer und kann Entzündungen auslösen.
  • Heiße Fußbäder entziehen der Haut Fett – lauwarm ist besser.
  • Raspeln bei entzündeter Haut – wenn die Haut gerötet, geschwollen oder die Schrunden offen sind, bitte nicht selbst raspeln.

Wann sollten Sie zur Podologin?

Selbstpflege hat ihre Grenzen. Es gibt Situationen, in denen professionelle Hilfe nicht nur sinnvoll, sondern wichtig ist:

  • Die Risse sind tief, blutend oder entzündet (Rötung, Wärme, Schwellung)
  • Trotz konsequenter Pflege heilen die Schrunden nicht
  • Die Hornhaut ist so dick, dass Selbstpflege kaum noch wirkt
  • Sie haben Diabetes, Durchblutungsstörungen oder Rheuma – hier sollten Sie Schrunden nie selbst behandeln
  • Die Schmerzen schränken das normale Gehen ein
  • Sie bemerken Anzeichen einer Pilzinfektion (weiße, aufgequollene Haut zwischen den Zehen, Juckreiz)

In unserer Podologiepraxis in Berlin Marzahn behandeln wir Schrunden fachgerecht: Wir tragen die überschüssige Hornhaut professionell ab, glätten die Ränder der Risse und versorgen die Haut anschließend mit einer pflegenden Spezialcreme. Bei Bedarf verschließen wir tiefe Risse mit einem medizinischen Schrunden-Kleber – das lindert Schmerzen sofort und schützt die Wunde beim Gehen.


Schrunden und Diabetes – ein ernstes Thema

Wer an Diabetes leidet, sollte Schrunden nie auf die leichte Schulter nehmen. Durch die oft eingeschränkte Durchblutung und Nervenfunktion heilen Wunden langsamer – und werden manchmal gar nicht richtig wahrgenommen. Aus einem kleinen Riss kann sich schnell eine ernsthaftere Infektion entwickeln.

Für Diabetiker gilt deshalb: Füße täglich kontrollieren, bei ersten Anzeichen von Schrunden zeitnah zum Podologen. Bei ärztlicher Verordnung übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung.

→ Mehr dazu auf unserer Seite zur diabetischen Fußbehandlung.


Wie beugt man Schrunden langfristig vor?

Wer einmal Schrunden hatte, weiß: Vorbeugen ist deutlich angenehmer als Behandeln. Diese Routinen helfen wirklich:

  • Jeden Abend eincremen – ja, wirklich jeden. Am besten mit einer Urea-Creme zur Nacht.
  • Hornhaut regelmäßig abtragen – lieber oft und wenig als selten und viel. Einmal pro Woche nach dem Duschen reicht meistens.
  • Gutes Schuhwerk – geschlossene Fersen, ausreichend Platz, atmungsaktive Materialien. Keine Flip-Flops als Dauerschuh.
  • Baumwollsocken bevorzugen – Kunstfasern können die Haut zusätzlich austrocknen.
  • Regelmäßige podologische Kontrolle – ein professioneller Blick alle 8–12 Wochen hält Hornhaut und Haut dauerhaft in einem guten Zustand.

Ihre Podologiepraxis in Berlin Marzahn

Rissige Fersen gehören zu den häufigsten Beschwerden, mit denen Patientinnen und Patienten zu uns kommen – und zu den dankbarsten, weil sich schon nach einer Behandlung ein deutlicher Unterschied zeigt.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Schrunden noch in den Bereich „selbst behandelbar" fallen oder ob Sie einen Termin brauchen: Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns über WhatsApp – wir schauen es uns gern an.

📞 030 / 40 744 198
📍 Myslowitzer Str. 49, 12621 Berlin (Marzahn)

→ Mehr über unsere Leistungen rund um Hornhaut und Hühneraugen: Hornhaut & Hühneraugen behandeln lassen